Ausgezeichnetes Landhaus & Weingut

Mit Freude können wir verkünden, dass die Renovierungen und Bemühungen der letzten Jahre ausgezeichnet worden sind. Nach einer hervorragenden ersten Saison im Landhaus mit vielen zufriedenen Gästen aus vierzehn verschiedenen Nationen konnte Frau Dr. Eva Maret Anfang Januar die Denkmalplakette des Landkreises Trier-Saarburg für die vorbildliche Renovierung des Landhaus & Weingutes entgegen nehmen.
Ein schöner Artikel hierzu erschien am 01. Februar 2017 im Trierischen Volksfreund:

Filzen/Wasserliesch Viel Schutt und Müll fanden die neuen Eigentümer vor. Sie packten die Aufgabe, ihre Häuser wieder in Schmuckstücke zu verwandeln, trotzdem an. Das Weingut Reverchon in Filzen und ein Bauernhaus in Wasserliesch strahlen wie neu und sind authentisch restauriert. Strenge Auflagen des Denkmalschutzes mussten erfüllt werden.

2007 erwirbt Hans Maret gemeinsam mit seiner Frau Eva das historische Weingut Reverchon in Konz-Filzen aus dem Jahre 1840 mit Erweiterung um 1880. Der Hausherr zeigt Fotos vom vorgefundenen Zustand. Überall Müll und Verwahrlosung. Doch Maret packt das Mammutprojekt an. Heraus kommt ein vorbildlich restauriertes Objekt, das mit anderen die Denkmalplakette des Landkreises verliehen bekommt.

Doch zuvor ist viel zu tun, sehr viel. „Ich wusste nicht, dass Wärmeschutz und Denkmalpflege ein Widerspruch sind“, erinnert sich Maret. Dann kommt die Sache mit den Holzstützen. Ein Balkon droht herunterzufallen. Eisenträger müssen ins Holz eingezogen werden. Das sieht historisch aus und hält, wird aber sehr teuer.

Dass es überhaupt solche prachtvolle Winzerhäuser gibt, liegt für Maret auf der Hand: „Im 19. Jahrhundert verdienten Arbeiter zehn Pfennig die Stunde. Die Flasche Riesling wurde für zehn Reichsmark verkauft.“ Die Bahn beschleunigte noch das Geschäft mit den Superreichen, für die Saarwein damals das Edelste war, was es gab.

Der Vorbesitzer des Gutes ging in die Insolvenz, die traumhaften Zeiten waren vorbei. „Ich habe zuerst einmal die verrotteten Fässer aus dem Weinkeller geholt“, sagt Maret. So schnell wie möglich sollte wieder eine Weinproduktion nach modernstem Standard aufgebaut werden, mit neuem, kompetentem Personal. Nur so war genug Geld da, das Haus zu retten.

Alle Dächer mussten ausgetauscht, die Haustechnik komplett erneuert und alles statisch gesichert werden. Viermal wurde der Baufortschritt von der Denkmalpflege kontrolliert, um sicherzustellen, dass auch die entsprechenden authentischen Baumaterialien verwendet werden. Prägende Details mussten erhalten bleiben, wie etwa das Foyer im Hauptgebäude mit seiner Holztreppe und den historischen Fliesen sowie der umlaufende Balkon.

Insgesamt sind es fünf Gebäude mit Ferienwohnungen, Weinverkauf und genügend Platz für Fest und Feiern mit Blick auf den 20 Hektar großen Weinberg. Eine siebenstellige Summe war für dieses Ergebnis nötig. „Hier ist ein Stück Heimat erhalten worden“, sagt der 66-jährige Investor zufrieden.